Bayer. Wald: Der Mond geht schlafen — moonset in the bavarian forest- meditation + relaxation

Naturwissenschaft und Gefühlswelt müssen sich nicht ausschließen: Die romantische Szenerie des Monduntergangs hinter den Bergen des Bayerischen Waldes lässt sich gut mit der Komposition von Claude Debussy (1862-1918) „Au claire de la lune” („Im Mondlicht”) genießen- ein meditativer Tagesbeginn mit Entspannung am frühen Morgen. Eigentlich ist es nichts Besonderes, wenn der Mond untergeht, es ist ein tägliches Ereignis. Dass der VOLL-Mond hinter den Bergen verschwindet, kommt schon weniger häufig vor, nur einmal im Monat. Da der Mond bei der Umlaufbahn um die Erde einer elliptischen Bahn folgt, kommt er auch der Erde alle 27, 5 Tage besonders nahe. Das ist der gerundete Abstand zwischen zwei Perigäums-Positionen. Jedoch fallen die Vollmond-Phase und die größte Erdannäherung auf 356.574 Kilometer (Vergleich: maximale Distanz zur Erde 406.000 km) nur sehr selten auf exakt den gleichen Zeitpunkt. Der aufgenommene Monduntergang am frühen Morgen des 20. März 2011 (größte Erdnähe am Abend des 19. März) war in dieser Konstellation zuletzt im März 1983 zu erleben, also vor 28 Jahren. Der Vollmond in größter Erdnähe ist deutlich heller und größer zu sehen als bei normalen Vollmond-Phasen. Unabhängig davon ist die „Errötung” des Monds am irdischen Horizont: Die blauen Lichtanteile des reflektierten Mondlichts werden durch Atome und Moleküle der Erdatmosphäre aus dem Strahlenspektrum herausgefiltert, übrig bleibt das langwellige rötliche Licht. Für die Beobachtung des relativ seltenen …
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